Medizin-Nobelpreisträger Südhof forscht wieder in Deutschland

Pressemitteilung vom 27. Februar 2014
015/2014

Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) gewinnt Südhof als Visiting Fellow / Wanka: „Deutsche Forschungslandschaft ist hochattraktiv“
Der Träger des Nobelpreises für Medizin 2013, Prof. Dr. Thomas Südhof, kommt als Gastwissenschaftler (Visiting Fellow) an das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG). Er arbeitet derzeit als Professor für Zellphysiologie an der Stanford University, Kalifornien, Das 2012 gegründete Berliner Institut für Gesundheitsforschung wird zu 90 Prozent vom BMBF und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und soll bis zum Jahr 2018 mit mehr als 300 Millionen Euro ausgestattet werden. Die Stifterin der Charité-Stiftung, Johanna Quandt, wird das BIG in den nächsten zehn Jahren mit weiteren bis zu 40 Millionen Euro unterstützen.
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, gratulierte dem Vorstand des BIG und der Stiftung Charité zur Gewinnung des Nobelpreisträgers als Visiting Fellow und dankte der Stifterin Johanna Quandt für ihr großes Engagement: „Professor Südhof ist ein großer Gewinn für die Gesundheitsforschung in Deutschland. Ich freue mich, dass das BIG bereits kurz nach seiner Gründung Anziehungskraft für exzellente Wissenschaftler aus der ganzen Welt entwickelt. Die Zusage des aktuellen Medizin-Nobelpreisträgers zeigt: Deutschland ist mit seiner erstklassigen Forschungslandschaft hochattraktiv für internationale Spitzenforscher.“
Thomas Südhof ist der erste Wissenschaftler, der mit den von der Stiftung Charité verwalteten Mitteln aus der „Privaten Exzellenzinitiative Johanna Quandt“ nach Berlin geholt wird. Er wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres seine wissenschaftliche Arbeit in Berlin aufnehmen und mit Prof. Dr. Christian Rosenmund, Professor an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Sprecher des Exzellenzclusters Neurocure, ein Projekt aufbauen, das sich der Frage widmet, wie Nervenzellen im Gehirn miteinander kommunizieren.
Das BIG steht für ein neues Modell in der translationalen Forschung, durch das wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die medizinische Regelversorgung und damit zum Patienten gelangen sollen. Schwerpunkt ist dabei die Systemmedizin. Charakteristisch für diesen Ansatz ist, dass er bei der Erforschung von Krankheiten nicht nur einzelne Aspekte betrachtet, sondern eine ganzheitliche Perspektive einnimmt: Genetische, zellbiologische, physiologische und visuelle Informationen werden von der Systemmedizin genutzt, um komplexe Zusammenhänge in ihrer Gesamtheit zu betrachten. So sollen medizinische Erkenntnisse schneller den Patienten zugutekommen. Für den medizinischen Nachwuchs werden attraktive Möglichkeiten geschaffen, Theorie und Praxis zu verbinden. Kernstück des BIG ist ein gemeinsamer Forschungsraum, in dem Wissenschaftler fächerübergreifend an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) grundlegende krankheitsrelevante Prozesse unter Nutzung modernster Methoden und Infrastrukturen erforschen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmbf.de

 
Lange Nacht der Wissenschaft

In june 2013, the Rosenmund lab participated in the long night of sciences (Lange Nacht der Wissenschaften) where we opened our research laboratory to the public. Over 40 interested participants had the opportunity to get an insight into cutting-edge research of neurosciences.
Participants took a look at cultured nerve cells in light and fluorescence microscopes. Neuronal structures such as synapses and dendrites were labeled and thereby easy to identify. We demonstrated how communication between neurons is investigated in our laboratory: The small electrical signals produced by the neurons during communication where amplified and visualized with highly sensitive detectors.
 

 
GIRLS DAY

15.04.2013

In April, the Rosenmund lab participated in Girls Day. We welcomed about 20 10th graders interested in neurosciences. Under the topic “communication between nerve cells - how nerve cells talk”, we looked at cultured nerve cells using light and fluorescence microscopes. To better recognize structures, the contacts between the nerve cells (called synapses) as well as the dendrites were labeled with fluorescent markers. We also looked at the communication between nerve cells by amplifying the signal (electrical current) that occurs when nerve cells talk to each other.

 
Rosenmund Lab at Long Night of the Sciences

May 2011

Berlin’s summertime Long Night of the Sciences is always a big event for the local scientific community – all across the city research institutes and teaching facilities open their doors to the public. Passersby get a first-hand look at how science works, while scientists rise to the challenge of making their research understandable to the general public. This year, the Rosenmund lab joined in. Visitors, mainly youngsters, examined cells through a microscope and listened to Christian Rosenmund try his hand at a simple explanation of “why we move when we want to”.

 
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